ISG ermittelt die führenden Microsoft-Dienstleister Deutschlands

Microsofts dynamisch wachsendes B2B-Portfolio bietet große Wachstumschancen für Cloud-Dienstleister. ISGs neuer Anbietervergleich zeigt, wer im deutschen Markt am besten aufgestellt ist, um dieses Potenzial nutzen. Ihr besonderes Augenmerk legen die Autoren auf die Faktoren Beratungs- und Integrationskompetenz, die angesichts der sich permanent verkürzenden Innovationszyklen massiv an Bedeutung gewinnen.

Die Analysten des Marktforschungs- und Beratungshauses ISG Information Services Group gliedern das Microsoft-Ecosystem in vier Teilmärkte: Office-365-Integration, Managed Services für Azure, SAP auf Azure und SharePoint-Integration. Speziell für das Office-365-Segment nimmt die Studie eine zusätzliche Differenzierung vor und untersucht den Mittelstandsmarkt und den Großkundenbereich in getrennten Kapiteln. „Aktuell sehen wir gerade bei Office 365 eine hohe Marktdynamik. Daher lohnt es sich, hier noch einmal genau hinzuschauen, welche Anforderungen die unterschiedlichen Anwenderunternehmen haben und inwiefern ihre Dienstleister die passenden Lösungen dafür finden“, sagt Dr. Henning Dransfeld, Principal Advisor bei der ISG Information Services Group und Lead Advisor der Studie.

Zudem zeige der Office 365-Markt besonders eindrücklich, so Dransfeld weiter, wie die Anforderungen aus Beratung und Integration neben den klassischen Provider-Aufgaben Implementierung, Betrieb und Management einen immer breiteren Raum einnehmen. Gerade der Beratung komme dabei eine zentrale Rolle zu. Zu den drängendsten Themen zähle derzeit zum Beispiel die Frage, wann sich der Umstieg auf Microsoft Teams lohnt, das in den vergangenen beiden Jahren zu einer Alternative herangereift ist, die Skype ablösen wird. Gleiches gelte für die mögliche Nutzung der Endpoint-Lösung Intune, die sich inzwischen anschickt, den Markt für Mobile Device Management tiefgreifend zu verändern. „Vor dem Hintergrund von Microsofts Innovationsstärke ergibt sich bei vielen Anwendern eine beinahe schon mit Händen zu greifende Unsicherheit darüber, wann welche Angebote die Marktreife besitzen, dass sich die Schmerzen eines neuerlichen Umstiegs lohnen“, weiß Lead-Autor Henning Dransfeld aus einer Vielzahl von Gesprächen, die ISG mit Unternehmen in allen Bereichen der deutschen Wirt­schaft führt. „Führende Service Provider zeichnen sich deshalb gerade auch darüber aus, wie kurz ihr Draht zum Produktmanagement von Microsoft ist. Nur so können sie ihre Kunden früh und konkret genug darüber beraten, was die Roadmap aus Redmond für ihr Business bedeutet.

Insgesamt hat der am heutigen Donnerstag vorgestellte „ISG Provider Lens™ - Microsoft Ecosystem Germany 2019“ 120 IT-Dienstleister untersucht, die auf dem deutschen Markt tätig sind. 84 dieser Unternehmen konnten sich für eine tiefergehende Stärken- und Schwächenanalyse qualifizieren, die den Großteil der 132 Seiten starken Vergleichsstudie ausmacht. Ausschlaggebend für die Vorauswahl der ISG-Analysten waren der adäquate Angebotsumfang und die Marktdurchdringung der unterschiedlichen Anbieter.

Henning-Dransfeld
Abbildung 1: Dr. Henning Dransfeld, ISG Information Services Group: „
Führende Service Provider zeichnen sich gerade auch darüber aus, wie kurz ihr Draht zum Produktmanagement von Microsoft ist. Nur so können sie ihre Kunden früh und konkret genug darüber beraten, was die Roadmap aus Redmond für ihr Business bedeutet.“

Marktsegment 1:Office-365-Integration

Office 365 hat sich in den vergangenen Jahren zu der führenden SaaS-Office-Produktivitätslösung entwickelt. Inzwischen haben zahlreiche Unternehmen erste Erfahrungen auf Anwenderseite gemacht. Dabei ist die reine Integration von Office 365 in den Arbeitsplatz erst der Anfang. Die zunehmende Zusammenführung vormals getrennter Komponenten für Unified Endpoint Management, Office-Produktivität und Kollaboration führt zu erhöhter Komplexität für den digitalen Arbeitsplatz. Im Zuge dieser Entwicklung gewinnt das Thema Workplace as a Service (WaaS) an Momentum. Viele Unternehmen haben WaaS-Lösungen zumindest für einen Teil ihrer Beleg­schaft bereits eingeführt. Andere beschäftigen sich mit der Einführung von WaaS und ähnlichen Software-as-a-Service (SaaS)-Lösungen. Dabei muss die IT Organisation so aufgestellt sein, dass sie die immer kürzer werdenden Release-Zyklen umsetzen kann.

Im Mittelstandsmarkt zog der „ISG Provider Lens™ - Microsoft Ecosystem Germany 2019“ 20 Service Provider in die Endauswahl. Davon qualifizierten sich sieben Anbieter für den Leader-Quadranten (vgl. Abbildung 2). Im Großkundensegment der Office-365-Integration waren es insgesamt 19 Unternehmen, darunter sieben Leader.

IPL-Microsoft-Ecosystem-2019-Office-365-Integration

Abbildung 2: Im „Leader“-Quadranten des Marktsegments „Office-365-Integration - MIDMARKET“ konnten sich acht Anbieter positionieren.

Marktsegment 2: Managed Service Provider (MSP) für Azure

Die ISG-Studie definiert Cloud Managed Service Provider (MSP) als Dienstleister, die ihren Kunden bei der Umstellung auf Cloud-Technologien und dem Betrieb von Cloud-Lösungen in allen Aspekten begleiten. Herbei reichen die Leistungen von der Beratung über die Migration bis zu Betrieb und Management. Weiter entwickelte MSPs haben den Aufbau einer Geschäftseinheit rund um DevOps, Automatisierung und cloud-natives Anwendungsdesign vollzogen. Gegenüber ihren Kunden treten sie als One-Stop-Shop auf. Die MSP-Leistungen sind integraler Bestandteil weiterer Leistungsfelder wie zum Beispiel Hosting, System Integration, Reselling oder Applikations-Design. Als grundsätzliche Zertifizierung müssen MSPs Microsoft-Partner für Azure Cloud Service Provider (CSP) sein und im Optimalfall bereits die neue Qualitätsstufe im Rahmen des Azure-Expert-MSP-Partnerprogramms absolviert haben.

Auf dem deutschen Markt hat die ISG-Studie insgesamt 27 Unternehmen als besonders relevante Managed Service Provider (MSP) für Azure identifiziert. Davon konnten sich zehn Unternehmen als Leader positionieren.

Marktsegment 3: SAP auf Azure

Immer häufiger erweisen sich SAP-Lösungen aus der Azure Public Cloud als überzeugende Alternative zu Hosting-Szenarien. Neben einem deutlichen Zuwachs an Agilität liegen Kostensenkungen zwischen 40 und 75 Prozent im Bereich des Möglichen. Führende Dienstleister beschränken sich dabei keineswegs nur darauf, Azure als reinen Hardware-Ersatz oder Hardware-Erweiterung (IaaS) in den Kundenunternehmen zu verwirklichen. Stattdessen entwickeln sie über eine Kombination aus eigenen Leistungen, SAP-Diensten und Microsoft-Azure-Services neue Prozesse im Rahmen des Plattform-Managements. Im Scope der Vergleichsstudie von ISG standen daher die Leistungsfelder Architekturberatung, Anforderungsanalyse für die Applikationslandschaft, technisches Design mit Unterstützung bei der Konfiguration, Deployment, Eskalationsmanagement, Änderungs- und Störungs­management, Support, Optimierung sowie Reporting.

Vor dem Hintergrund dieser Anforderungen qualifizierten sich 21 Service Provider für die weitere Studie. Neun dieser Anbieter zeichnete die Studie als Leader aus.

Marktsegment 4: Sharepoint-Integration

Der Markt für SharePoint-Integration hat in Deutschland einen hohen Reifegrad erreicht. Immer häufiger werden SharePoint-Integrationen zusammen mit Office365-Projekten verwirklicht. Gefragt sind insbesondere Integrations- und Implementierungsleistungen für On-Premise- und Hybrid-Szenarien. Hierzu zählen neben der eigentlichen Integration von SharePoint auch die Einbindung in Geschäftssoftware-Systeme wie beispielsweise SAP, Microsoft Dynamics 365 oder Salesforce.

Im Marktsegment SharePoint-Integration zog die ISG-Studie insgesamt 24 Service Provider in die Endauswahl. Zehn Anbieter erhielten die Leader-Auszeichnung.